Kumasi – Hauptstadt der Aschanti
Kumasi ist mit 345.00 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes und wurde im 17. Jahrhundert als Hauptstadt des Königreichs der Aschanti gegründet, das unter König Osei Asibey Kwamina zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit erlebte. 1874 wurde Kumasi bei der Erstürmung durch britische Truppen völlig zerstört und nach der endgültigen Besetzung durch die Engländer im Jahre 1900 zu einer modernen Stadt ausgebaut. Heute ist diese am Endpunkt zweier Eisenbahnstrecken ein wichtiger Warenummschlagsplatz und Industriestandort.
Mittelpunkt der Stadt ist der ‘Kejetia Roundabout’, von dem alle wichtigen Straßen abzweigen. Der hier gelegene Zentralmarkt ist mit ca. 10.000 Verkäufern einer der größten Afrikas. Die nach Süden durch die Old Town führende ‘Prempeh II Street’ ist die Hauptgeschäftsstraße, die in der ‘Harper Road’ ihre Fortsetzung findet. An der nordwestlich abzweigengen ‘Stewart Avenue’ liegt an der Stelle des früheren Königspalastes das Fort, welches jetzt ein Militärmuseum ist.
Nordwestlich von Kejetia erstreckt sich zwischen Rennbahn und ‘Bantama Road’ das National Cultural Centre, mit Zoo, völkerkundlichem Museum, Theater- und Konzert-Auditorium, Kunstausstellung, Bibliothek und Archiv. Auf der Südseite der Bantama Road liegt das moderene Central Hospital. An der von Kejetia nordöstlich abzweigenden ‘Antoa Road’ findet man zudem den Palast des Asantehene, des Königs der Aschanti.